Rettungstauchen



Die WW OG Finsing besitzt derzeit zwei voll ausgebildete Taucher.

Rettungstauchen zählt zu den Fachdiensten der Wasserwacht im Roten Kreuz. Die Taucher der Wasserwacht sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Schnelleinsatzgruppe. Neben dem Dienst in der SEG liegen ihre Aufgaben auch im Bereich der Bergung von Gütern, unter anderem im Sinne des Naturschutzes, der ebenfalls ein Fachdienst der Wasserwacht ist.

Bis zu einer Tauchtiefe von 20 Metern sind alle umliegenden Gewässer Einsatzgebiet der Taucher. Die Beschaffenheit dieser, vor allem die schlechte bis gar keine Sicht oder die Strömung (Isarkanal), machen die Sicherung des Tauchers über einen Leinenführer unverzichtbar. Dieser hat neben der Sicherung auch die Aufgaben den Taucher durch festgelegte Signale zu leiten

  

Die Ausbildung zum Rettungstaucher umfasst eine Prüfung im Tauchen und Leinenführen, während die Prüfung zum Leinenführer auch separat abgelegt werden kann.

   Voraussetzungen für Rettungstauchen in der Wasserwacht sind unter anderem:
  • Mindestalter 18 Jahre (neu ab 15 Jahren)
  • aktive Mitgliedschaft in der WW
  • Sanitätsausbildung Teil A, B und C
  • DRSA in Silber
  • ärztliches Gutachten nach GUV

Die Prüfung zum Rettungstaucher besteht aus einem theoretischen sowie einem praktischen Teil. Der theoretische Teil der Ausbildung umfasst u. a. Tauchphysik und Medizin, Ausrüstungskunde und Sicherheitsregeln. In der praktischen Prüfung werden u. a. Such-, Rettungs- und Montageübungen sowie Tauchen in Apnoe und Leinenführung verlangt.

Zum Erhalt des Tauchscheins müssen jährlich mindestens 10 Tauchgänge (gesamt 300 min) unter Einsatzbedingungen durchgeführt werden. Wichtig ist auch das gemeinsame Üben von Ernstfällen für Taucher und Motorbootführer. Eine Suchübung vom Rettungsboot aus stellt hohe Anforderungen an Motorbootführer, Leinenführer und Taucher.

Neben einfacheren Übungstauchgängen werden von den Tauchern unserer Ortsgruppe auch Tauchgänge bei Nacht, in fließenden Gewässern oder unter Eis durchgeführt.